Ein Rückblick auf 50 Jahre närrisches Treiben in Reinheim

 

Sobald die Weihnachtsbäume verschwunden und die Krippen wieder verpackt in den Keller geräumt wurden, werden die Faasebooze unruhig. Denn jetzt gilt es in den närrischen Hochburgen die tollen Tage vorzubereiten. Sicherlich das Mekka des Straßenkarnevals im Bliestal ist Reinheim, wo in diesem Jahr der 50. Rosenmontagszug durch die Straßen rollen wird.

Lediglich dreimal musste der närrische Lindwurm abgesagt werden: Erstmals nach dem völlig überraschenden Tod des unermüdlichen Mitinitiators des Umzugs Rektor Edwin Huth, dann wegen des Golfkrieges und schließlich machte den Narren einmal stürmisches Wetter einen Strich durch die Rechnung. Eine gute Gelegenheit zum diesjährigen Jubiläumszug Rückschau zu halten und 50 Jahre Rosenmontagzug in Reinheim Revue passieren zu lassen.

 

Die Anfangsjahre

Dass die Reinheimer an Fasenacht gerne verkleidet durch ihr Dorf ziehen, ist erstmals aus dem Jahr 1961 überliefert.

Aus einer Bierlaune heraus formierten sich einheimische Närrinnen und Narren zu einem kleinen Marsch durch die Hauptstraße. Offensichtlich muss das so viel Spaß gemacht haben, dass die Idee zu einem geplanten Zug durchs Dorf geboren war.

Dies alles hatte in den Anfangsjahren noch am Faschingsdienstag stattgefunden, was zur Folge hatte, dass die Presse ganz konsequent in dieser Zeit Zeitungsberichte über Faschingsveranstaltungen am Aschermittwoch nicht mehr abdruckte.

Dies wiederum gefiel den Reinheimern überhaupt nicht und so entschloss man sich ab 1966 den Umzug durchs Dorf auf den Rosenmontag vorzuziehen.

Schnell entwickelte der ursprünglich dorfinterne Narrenaufmarsch seine eigene Dynamik und so trafen sich bald viele tausend Narren am Rosenmontag in Reinheim zum Feiern.

Beim 5. Rosenmontagszug waren beispielsweise bereits zwanzig Wagen, fünf Musikkapellen und zahlreiche Fußgruppen unterwegs, die von ca. 3000 Besuchern richtig gefeiert wurden. Alltagsthemen, auch immer ein Spiegel der Zeit, wurden auf närrische Korn genommen. So erschienen die Sangesbrüder im Nachthemd zur Singstunde, weil sie danach ohnehin nicht mehr den Weg ins heimische Bett finden würden. Fast alle Reinheimer waren irgendwie beim Umzug dabei. Die vielen Zuschauer feierten durch Singen und Schunkeln an den Straßenrändern kräftig mit.
"Reinheim lacht zur Fasenacht " lautete das Motto aus dem Jahre 1966.

Organisiert und vorbereitet wurde das ganze närrische Spektakel vom langjährigen Dreamteam Oberlehrer Edwin Huth und dem Reinheimer Maire Josef Lembert alias Prinz Josef I. von 1267.

Was die beiden im Laufe der vielen Jahre alles auf die Beine brachten, ist legendär und auch in der Rückschau einfach nur als grandios zu bezeichnen.

So waren in den ersten Jahren die Reinheimer Schulkinder maßgeblich am Zug beteiligt, bis sich in den Folgejahren mehr und mehr auch die örtlichen Vereine und private Gruppen einbrachten.

Schon frühzeitig wurde gewerkelt und gebastelt um die Wagen rechtzeitig zur Fasenacht fertig zu stellen. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt und die Aktivitäten förderten so manches dorfinterne Talent zu Tage, wie beispielsweise den "Hofmaler " Jakob Rung und seinen Mitstreiter Willi Urschel, die für zahlreiche Motivwagen Pate standen und deren Malereien heute noch zu bestaunen sind.

Auch Werner Hafner als Grafiker verbrachte viele Stunden im Werkraum der Volksschule, der kurzerhand zum närrischen Hauptquartier umfunktioniert wurde.

Nicht weniger eifrig ging es hinter vielen verschlossenen Reinheimer Garagen- und Scheunentoren, sowie in versteckten Hinterhöfen zu. Die Mondlandung, bei der die Feuerwehr ein Dokument entdeckte, wonach Reinheim bereits 970 von Karl dem Kahlen entdeckt wurde, Ochsen und Mondkälber, vom Märchenland zur EWG, die Niederlassung einer Brauerei in Reinheim , spiegelten die Orts- und Weltgeschichte der 60-iger Jahre.

Ebenso sehenswert die immer wieder beschriebenen bunten und farbenfrohen Kostüme und Figuren der Narren.

So liefen beispielsweise auch zwei Schuhdies von Daktari (für alle in den 80-iger Jahren Geborenen: So hieß der Schimpanse bei Daktari!) mit.

 

Um nach dem Zug weiterfeiern zu können, wurde, während der Bauphase der Grenzlandhalle im Jahre 1973, ein großes beheiztes Festzelt neben der Schule aufgebaut. Schnell waren auch die Besucher mit dem "bazillus carnevaliensis" infiziert. Kein Wunder, die Motivwagen lieferten ja gute Tipps zur Problemlösung mit Finanzamt, Polizei oder Schwiegermüttern: Was uns nicht passt, wird kurz entschlossen, ab 70 auf den Mond geschossen.

Erfreulicherweise fanden sich unter den zahlreichen Besuchern immer schon viele Lothringer und der Maire sorgte zum Glück dafür, dass die Grenze bis 3 Uhr morgens geöffnet blieb. Diese war ihm ohnehin ein Dorn im Auge, weshalb er auch schon mal als Schlagbaum(ver)brecher auftrat.

Im Übrigen waren die Faschingsaktivitäten von Maire Lembert auch ein sehr geschickter politischer Schachzug, mussten doch während der Faschingszeit andere Bürgermeister und politischen Häupter ein klägliches Dasein in irgendwelchen Kerkern fristen, nicht so der Reinheimer Maire, der als Tollität Josef mit seiner Lieblichkeit Christel I. auch weiterhin die närrischen Fäden in der Hand hielt.

Die 80-iger und 90-iger Jahre

Fröhlich und bunt ging das Rosenmontagstreiben in den 80-iger Jahren in Reinheim weiter. Längst hatte es sich in der näheren Umgebung, sowie in Lothringen und sogar in der Pfalz herumgesprochen, dass in Reinum an Fasenacht so richtig die Post abgeht. So war es nicht verwunderlich, dass die Besucherzahlen stetig nach oben gingen. Dabei hatten die Reinheimer es immer verstanden sich das Originelle ihres Zuges zu bewahren: Das ganze Dorf war auf den Beinen, Wagen und Fußgruppen bestachen nach wie vor durch Originalität und liebevolle bis ins Detail ausgearbeitete farbenprächtige Kostüme. Und wirklich alles kam unter die Narrenkappe. Mehr als einmal blieb dem Gersheimer Bürgermeister Siggi Wack angesichts der närrischen Übermacht nur der Griff zur Flasche.


Jubiläum durfte dann im Jahre 1982 wieder gefeiert werden: 20 Jahre Rosenmontagszug in Reinheim, der bei herrlichstem Wetter wie immer dort startete, wo es nach Kuh roch, beim Maire Lembert.


Als Laddeiner verkleidet hatte sich auch eine Herbitzheimer Gruppe unters Umzugsvolk gemischt, über dem König Siegfried sich auf seinem Wagen huldigen ließ. Die Frage, ob im Gersheimer Kalkwerk Atommüll gelagert werden sollte, wurde indes nicht beantwortet.

Es muss ein feuchtes Jahr gewesen sein, denn die Reinheimer machten sich angesichts des überfluteten Unterwassersportplatzes Hoffnungen auf die Ortsbezeichnung Bad Reinheim an der Blies.


Einige Neuerungen brachte der 22. Rosenmontagszug im Jahre 1984. Zunächst einmal bekam die echte Kuh bei Maire Lembert im Hof Konkurrenz vom neu eingegipsten Reinheimer Ochsen. Der muss so echt ausgesehen haben, dass die Kuh von ihrem Gipskameraden ganz entzückt war.

Erstmals sammelten eifrige Helfer vor Beginn des Zuges von den Besuchern einen kleinen Obolus ein, als kleinen Beitrag zur Deckung der mittlerweile nicht mehr unerheblichen Kosten, was nicht jedem passte.

Im darauffolgenden Jahr hatte man in Reinheim sogar ein deutsch-französisches Prinzenpaar. Zu Prinz Manfred I. (Rauch) gesellte sich ihre Lieblichkeit Prinzessin Francine I. (Wilhelm) aus Bliesbruck. Na, wenn das keine Völkerverständigung war!

 

Bei Eis und Schnee zog man im folgenden Jahr los, es muss so kalt gewesen sein, dass die Musikgruppen Schwierigkeiten hatten ihren Instrumenten Töne zu entlocken. Aber sei es drum, dann wurde eben gesungen, was die Stimmen hergaben.

Originell das Motto des 26. Umzugs: Obwohl die Strooße sinn lädiert- laaft unser Umzug wie geschmiert.

 

Der Ausbruch des Golfkrieges im Jahr 1991 vermasselte den Feierfreudigen die Fasenacht. Nach langen Diskussionen, ob man hierzulande Fasenacht feiern sollte, wenn am Persischen Golf der Krieg tobte, entschied man sich allerorten den Karneval für dieses Jahr ausfallen zu lassen.

 

Aber in den darauffolgenden Jahren wurde wieder gefeiert, dass es nur so krachte. Ein Versprechen für die Zukunft gaben die Narren 1999 ab: Damet sich keener vun euch wunnert, der Zug laaft auch im nächste Jahrhunnert.

Selbstbewusst trotzen die Ochsen dem Rinderwahn und verkündeten lauthals: Ob Rinderwahn oder BSE, die Reinheimer Ochse sind okay.

 

Alle Hände voll zu tun hatte Gersheims Bürgermeister Lothar Kruft, wollte er doch seine Untertanen mit Konfetti und Guzzcher versorgen. Stark nachgefragt war auch ein Glühweinbomber, der die Besucherherzen ruck zuck erwärmen konnte.

Dass Reinheim die Karnevalshochburg im Bliestal war und ist, konnte schon lange niemand mehr ernsthaft bestreiten, der hier bereits einmal den närrischen Ausnahmezustand miterlebt hatte.

 

Die Neuzeit

Das neue Jahrtausend begann und wer glaubte die Reinheimer Narren zeigten nach so langer Zeit des Feierns Ermüdungserscheinungen, der irrte gewaltig. Die Ochsen legten in den Folgejahren noch mal die ein oder andere Schippe drauf.

 

Wieder in der Sonne baden, konnte der Millenniumszug im Jahre 2000. Absolut witzig präsentierten sich die zahlreichen Motivwagen. So liefen beispielsweise Gallier aus Gallium Alkoholikum Drinkum Reinheimum neben den gestiefelten Katern ("Abends gestiefelt, morgens ein Kater"), gefolgt vom hoch oben im bayrisch-blauen Wagen thronenden Aloysius Lothar Kruft und seinem ergebenen Mönch Wolfgang Degott.

Um sich mental auf den Zug vorzubereiten hatte man sogar morgens vorbildlicher Weise im Rathaus noch gearbeitet, das behauptete zumindest die Gemeindeverwaltung. Nachfragen, ob dort denn überhaupt mal was gearbeitet würde, konnte niemand beantworten.

Die Besucherzahlen schnellten so langsam in astronomische Höhen. So vermutete Ortsvorsteher Jürgen Wack immerhin nach persönlicher Zählung über 30 000 große und kleine Narren in Reinheim.

Ein ausgesprochen schönes Motto, aus Anlass des 40- jährigen Jahrestags der Unterzeichnung des Elysee-Vertrags, hatte der Zug im Jahre 2003: Mir bleibe immer zusammen- de Michel und die Marianne. Dass dies keine hohle Phrase war, zeigten die Franzosen durch ihre starke Präsenz mit Motivwagen, Fußgruppen und Musikkapellen. So waren zum Beispiel der Club carnevalesque Les Plattfies und die Garde d`honneur aus Metz vertreten.

Geradezu überschwänglich berichtete die Presse im Jahr 2004: Jubiläumszug der Superlative titulierte der Pfälzer Merkur in seiner Ausgabe vom 24. Februar. Eine ganze Zeitungsseite mit Bericht und tollen Farbfotos war den Reportern der 40. Rosenmontagszug in Reinheim wert. Und in der Tat, es muss ein toller Aufmarsch der Narren gewesen sein, der sich da geschlagene zwei Stunden lang bei prächtigem Wetter und allerbester Stimmung durch die Straßen zog.

Angeführt durch den Reinheimer Ochsen und de Andi dahinter, im entsprechenden Outfit. Die erstmals eingeführte Schirmherrschaft über den Zug hatte Toto-Direktor Gerd Meyer aus Saarbrigge übernommen, der in Reinheim seine zweite Heimat sah, schließlich glaubhaft versicherte, er habe von 40 Rosenmontagszügen 35 gesehen.

Ehrenvoll auch für den Schirmherrn, dass der Reinheimer Ochse immer auf den Namen des jeweiligen Schirmherrn getauft wird. Immerhin hatte Gerd Meyer, zusammen mit den anderen geladenen Ehrengästen und der Lokalprominenz, von der Ehrentribüne in der Dorfmitte aus, auch den allerbesten Blick auf das bunte Narrentreiben.

Im Jahre 1971 konnte das 10-jährige Bestehen des Reinheimer Rosenmontags-

zugs gefeiert werden. Ganze 38 Gruppen umfasste er damals schon. Es ging stetig bergauf. Natürlich brachte man von Jahr zu Jahr immer den größeren und schöneren Rosenmontagzug hervor, wobei das Wetter nicht immer so mitspielte. Von herrlichstem Kaiserwetter bei strahlendem Sonnenschein bis zu eisigen Temperaturen mit Schnee oder stürmischem Regen war schon alles dabei.


Mit einem für die Reinheimer Dorfgemeinschaft schweren Verlust startete das Jahr 1972. Plötzlich und völlig unerwartet verstarb Edwin Huth während einer Veranstaltung des Kirchenchores in der Grenzlandhalle. In diesem Jahr fiel der Rosenmontagszug aus, niemandem war nach Feiern zumute.

Im Folgejahr 1973 gab es dann den nächsten Zug am Rosenmontag. Die Arbeitsgemeinschaft der örtlichen Vereine mit Alfred Ochs an der Spitze, die Gemeinde und viele private Gruppen hatten wieder mächtig was auf die Beine gestellt. Wenn es beispielsweise nach den Fußballern gegangen wäre, hätte es bei den olympischen Spielen 1972 in München eine neue Disziplin geben müssen:
Bierkrug- Stemmen. Es hat wohl dazu nicht ganz gereicht. Einen Beitrag zur Lösung der Öl- und Energiekrise lieferten die Narren 1974, als aus einem Hydrierwerk reiner Gersheimer Sprit "Marke Ochsensaft" produziert und unterm närrischen Volk verteilt wurde. Überhaupt neckte man die direkten Nachbarn aus Gersheim immer gerne, meistens behielten die Ochsen die Überhand über die Esel aus Gersheim.

Einen Blickfang boten auch die Tänzerinnen und Tänzer der Junggarden und Funkengarden, die zusammen mit den schmucken Prinzenpaaren des Carnevalclubs Reinheim fester Bestandteil des Zuges waren.


Bis ins Jahr 1978 war der gesamte Zug schon auf 60 Gruppen angewachsen. Längst brauchte man die Unterstützung der Polizei um die Sicherheit aller Teilnehmer und Besucher zu gewährleisten.

Immerhin stellte man mittlerweile so renommierte Umzüge wie den Kölner längst in den Schatten. In Köln besuchten bei 800 000 Einwohnern rund 1 Million Zuschauer den Umzug, in Reinheim zählte man bei nur 1100 Einwohnern stolze närrische 10 000 Besucher. Der Ort platzte also sozusagen fast aus allen Nähten.

 

Mittendrin in Faschingstreiben durfte auch der Reinheimer Ochse nicht fehlen, aus dessen Euter Grog serviert wurde. Hoffnungen auf die Anerkennung als Kurort machten sich die Nachbarn aus der Päärdsgemeinde Rubenheim, die als Vertreter von Bad Rubenheim am Tümpel mitmachten. Für wen das Sammeln von Guzzcher unbedingt dazu gehörte, der kam voll auf seine Kosten, denn auch hier zeigten sich die Ochsen nicht kleinlich. Wahre Guzzchesregen senkten sich auf die Besucher hinab.

Eine weitere Neuerung waren die begeisterten Ansagen von Andy Langholz, der damit die jeweiligen Gruppen ankündigte und vorstellte. Eine klasse Bereicherung für den Zug. Cheforganisator und Obernarr Jürgen Wack, für jeden erkennbar als Napoleon von Reinheim und sein Adjutant Peter Rung als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Ortsvereine und Hauptaufsteller des Zuges, hatten wieder ganze Arbeit geleistet und mit vielen Helferinnen und Helfern einen Superzug auf die Beine gestellt.

"Wenn Reinum lacht - is Fasenacht" lautete das Motto im Jahr 2010, übrigens bis heute unverändert, weil gut und sehr passend. Rekordverdächtige 80 Zugnummern (!) ließen den Reinheimer Lindwurm zu einem der größten Faschingsumzüge im Südwesten werden. Zu diesem deutsch-französischen Großereignis kamen mittlerweile auch Presse, Funk und Fernsehen aus dem benachbarten Lothringen und berichteten abends und in den nächsten Tagen mit ausführlichen Reportagen und herrlichen frohen Bildern aus Reinheim. Auch nach dem Zug war für die Narren noch lange nicht Schluss, denn in der Grenzlandhalle, bei der Feuerwehr und im Karnevalshäuschen machten tausende Feierwütige die Nacht zum Tag.

 

Einen Besucherrekord vermeldeten die Verantwortlichen im darauffolgenden Jahr 2011: Sage und schreibe 44 000 Narren will Reinheims Ortsvorsteher Jürgen Wack am Rosenmontag in Ochsenhausen gezählt haben. Dabei lief der Zug in diesem Jahr anersch erum, was das Wenden des Zuges unnötig machte. Man startete also mit dem Aufstellen am Sportplatz, zog in einer Richtung durchs Dorf, bevor der Zug sich dann an der Schule auflöste. Aber ob so rum oder so rum: Die Stimmung war riesig und einfach nicht zu toppen.

Hinreißend die Figuren der Augsburger Puppenkiste mit einem prächtigen Urmel, von den Muppets bis zu Wickingern und Leichtmatrosen waren viele witzige und bunte Kostüme vertreten. Weil die geänderte Zugrichtung wohl doch etwas für Verwirrung gesorgt hatte und auch Faasebooze die Gewohnheit lieben, lief man ab 2012 wieder in der ursprünglichen Richtung.

Zugmeister Peter Rung stellte seine Teilnehmer nach einem genausten ausgeklügelten Plan also wieder an der Schule auf. Man verzichtete aber fortan auf die Wende des Zugs, der früher häufig für Durcheinander gesorgt hatte. Alles in allem entwickelte sich in diesen 50 Jahren der Reinheimer Rosenmontagszug zu einem Publikums-magneten allererster Güte und hervorragenden Werbeträger weit über die Bliestalgemeinde hinaus, der besonders durch seine Originalität und bunte Fröhlichkeit hochansteckend auf sämtliche Besucher wirkt.

 

Man darf gespannt sein, was die Reinheimer Narren sich zum diesjährigen Jubiläumszug 2014 alles werden einfallen lassen. Nur so viel ist sicher- es wird wohl wieder der Größte und schönste Rosenmontagszug im Südwesten werden.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Arbeitsgemeinschaft der Reinheimer Ortsvereine